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00:29 - 20.05.2019

Herren I im Wechselbad der Gefühle

Herren I - Mühringen II 9:7


Herren I im Wechselbad der Gefühle
Patrick Baitinger steuerte einen wichtigen Zähler zum knappen 9:7-Sieg bei

Nach zwei deutlichen Niederlagen in Folge war der TVO natürlich um Wiedergutmachung bemüht. Da die Gäste zudem ohne ihr vorderes Paarkreuz antraten, schien dieses Vorhaben trotz des Ausfalls von Ralf Kalmbach möglich zu sein.

Hermann Schwenker/Marcel Sezginer untermauerten dies zu Beginn auch gleich mit einem deutlichen Sieg im ersten Doppel. Am Nebentisch lagen Oliver Schaible/Phi Dang mit 1:2-Sätzen zurück, schafften mit 11:9 und 11:8 aber noch die Wende und sorgten somit für eine beruhigende 2:0-Führung. Leider verpassten Simon Schneckenburger/Patrick Baitinger mit ihrer knappen 8:11-Niederlage im Entscheidungssatz eine mögliche 3:0-Führung.

Einen weiteren Rückschlag musste der TVO im ersten Einzel von Oliver Schaible hinnehmen. Er sah sich mit der ungewohnten Konstellation konfrontiert gegen eine Frau spielen zu müssen und war zudem in den ersten beiden Sätzen chancenlos. Satz drei ging dann ebenso deutlich an die Oberhaugstetter Nummer eins, doch mit mehreren „tödlichen“ Netzrollern im vierten Satz konnte seine Kontrahentin, die erst vor wenigen Wochen fünfte der Baden-Württembergischen Meisterschaften der Damen wurde, den Sack zumachen und zum 2:2 ausgleichen. Besser machte es im Parallelspiel TVO-Mannschaftsführer Hermann Schwenker. Seine 2:0-Satzführung konnte sein Gegenüber allerdings noch ausgleichen und bei einem 1:6-Rückstand im Entscheidungssatz schien eine weitere Niederlage besiegelt, doch nach einem Time-Out gelang es ihm tatsächlich noch das Match zu einem 11:9-Sieg zu drehen. Mit einem klaren 3:0-Erfolg konnte Marcel Sezginer die TVO-Führung auf 4:2 erhöhen, doch die Gäste blieben dran: Phi Dang stand bei seiner 1:3-Niederlage auf verlorenem Posten und als dann auch noch Simon Schneckenburger unerwartet mit 1:3-Sätzen verlor, war spätestens klar, dass es in dieser Begegnung sicherlich keinen deutlichen Sieger mehr geben würde. Ohne Siegchance war anschließend auch Ersatzmann Patrick Baitinger. Durch seine Dreisatz-Niederlage gingen die Horber Vorstädter erstmals mit 5:4 in Führung.

Und es sollte sogar noch schlimmer kommen für den TVO. Nach guten Leistungen in den letzten Wochen lief für Oliver Schaible an diesem Tag nicht viel zusammen und er musste sich überraschend auch in seinem zweiten Einzel im Entscheidungssatz geschlagen geben. Als sich parallel auch Hermann Schwenker bei seiner 0:3-Niederlage den druckvollen Schlägen seiner starken weiblichen Kontrahentin beugen musste, war beim Zwischenstand von 7:4 für die Gäste scheinbar die Vorentscheidung gefallen. Kampflos wollte sich die TVO-Truppe aber nicht ihrem Schicksal ergeben. Marcel Sezginer präsentierte sich an diesem Tag sehr konzentriert und blieb auch in seinem zweiten Einzel nach einer sehr überzeugenden Vorstellung ohne Satzverlust und konnte damit zum 5:7 verkürzen. Nach seinem ersten Einzel musste man bei Phi Dang für das zweite Einzel fast schon skeptisch sein, doch mit 3:1-Sätzen gelang ihm ein wichtiger Zittersieg zum 6:7-Anschlusszähler. Ähnlich gelagert war auch die Ausgangssituation bei Simon Schneckenburger. Nach eher enttäuschender Leistung im ersten Einzel gelang ihm ein starker Auftritt in seinem zweiten Einzel. Bei seinem unerwartet deutlichen 3:0-Erfolg ließ er zu keinem Zeitpunkt Zweifel über den späteren Sieger aufkommen und konnte zum 7:7 ausgleichen. Den Oberhaugstetter Lauf nahm dann auch Patrick Baitinger gerne mit. Mit einem überzeugenden 3:1-Triumph sicherte er dem TVO bei einer 8:7-Führung bereits das sichere Unentschieden. Doch jetzt wollte der TVO natürlich auch noch mehr. Das Schlussdoppel wogte hin und her bevor Hermann Schwenker/Marcel Sezginer nach fünf umkämpften Sätzen den TVO-Anhang noch jubeln ließen. Nach 4:7-Rückstand gelang mit fünf Siegen in Folge tatsächlich noch ein glücklicher 9:7-Sieg!

Auf Rang vier liegend ist der Zug auf den zwischenzeitlich möglichen Relegationsrang zwar wohl abgefahren, doch mit 14:0 Punkten bleibt das Team zumindest in eigener Halle eine Macht. Die 5:9-Bilanz in der Fremde ist hingegen noch stark ausbaufähig.