TV Oberhaugstett I – TT Baiersbronn/Klosterr.bach 8:8
In der Vorrunde hatte der TVO im Murgtal einen rabenschwarzen Tag erlebt und war mit 2:9 unter die Räder gekommen, was nun in eigener Halle korrigiert werden sollte. In Anbetracht der engen Tabellenkonstellation war das Ziel mindestens einen Zähler einzufahren, der sehr wahrscheinlich den Klassenerhalt sichern würde. Erschwerend kam hinzu, dass die zweite Mannschaft parallel in der Endrunde des Verbandspokals stand und man daher auf die stärksten Ersatzspieler für den verletzten Stephan Springer verzichtete.
Der TVO startete dann auch sehr gut in die Partie. Oliver Schaible/Marcel Sezginer setzten sich sicher in drei Sätzen und Hermann Schwenker/Harald Baitinger in vier umkämpften Sätzen gegen das gegnerische Spitzendoppel zur 2:0-Führung durch. Gerhard Volz/Andreas Rentschler starteten mit einem Satzgewinn stark in das dritte Doppel, mussten sich letztlich jedoch in vier Sätzen geschlagen geben.
Die ersten beiden Einzel des vorderen Paarkreuzes gingen anschließend jeweils in den Entscheidungssatz. Hermann Schwenker konnte sein Einzel schließlich mit 3:2-Sätzen gewinnen, während Oliver Schaible am Nebentisch mit 2:3-Sätzen den Kürzeren zog. Nach einem ungefährdeten 3:0-Sieg von Marcel Sezginer lag der TVO mit 4:2 in Führung. Es folgten zwei weitere Fünfsatzmatches, in denen Harald Baitinger und Gerhard Volz jeweils zwei knappe Sätze verloren, dafür aber drei klare Satzgewinne feiern und die TVO-Führung beruhigend auf 6:2 erhöhen konnten. Ersatzmann Andreas Rentschler gestaltete die Partie gegen seinen deutlich stärker eingestuften Gegner zunächst überraschend ausgeglichen und konnte nach knapp verlorenem erstem Satz den zweiten Satz sogar gewinnen. Doch im weiteren Spielverlauf spielte sein Kontrahent seine Überlegenheit clever aus und konnte auf 6:3 verkürzen.
Im Duell der Spitzenspieler zeigte Hermann Schwenker eine starke Leistung, kam zu einem überzeugenden 3:1-Triumph und schraubte die TVO-Führung auf 7:3. Oliver Schaible ließ in seinem zweiten Einzel einen Satzball im zweiten Satz ungenutzt und verlor in drei Sätzen. Beim Zwischenstand von 7:4 führte Marcel Sezginer mit 2:1-Sätzen, musste noch in den Entscheidungssatz und hatte in diesem bei 10:8 zwei Matchbälle. Nach Abwehr des ersten Matchballs kam es zu einer kuriosen Situation: während eines längeren Ballwechsels, den Marcel Sezginer dominierte, fing er den Ball in der Überzeugung, dass sein Gegner den Ball nicht regelkonform zurückgespielt hatte. Da weder der Schiedsrichter noch der Baiersbronner Spieler dies ebenso gesehen hatten, entwickelte sich eine hitzige Diskussion, in der die anderen Baiersbronner Spieler von der Tribüne aus lautstark auf den Schiedsrichter einwirkten, mit dem Ergebnis, dass der Punkt letztlich für Baiersbronn zum 10:10 gezählt wurde. Ärgerlich vor allem deshalb, weil Marcel Sezginer einen „Elfmeter“ liegen hatte, und den Ball nur noch hätte abschießen müssen um zum Matchgewinn zu kommen. In der Folge verlor der Tischtennis-Abteilungsleiter das Match noch mit 10:12. Eine sehr grenzwertige Situation, die zudem auch noch den am Nebentisch mit 2:1-Sätzen in Führung liegenden Harald Baitinger aus dem Konzept brachte, so dass auch er mit 9:11 im Entscheidungssatz unterlegen war. Eine Begegnung, die schon fast mit 9:4 beendet gewesen wäre, war beim Zwischenstand von 7:6 plötzlich wieder völlig offen. Glücklicherweise gelang es Gerhard Volz, sich voll auf das nächste Einzel zu konzentrieren, blieb in vier umkämpften Sätzen auch in seinem zweiten Einzel ungeschlagen und sicherte dem TVO bei einer 8:6-Führung zumindest eine Punkteteilung. Für Andreas Rentschler war anschließend erwartungsgemäß nichts zu holen, so dass das Schlussdoppel die finale Entscheidung bringen musste. Oliver Schaible/Marcel Sezginer kamen mit dem Gewinn des ersten Satzes auch gut in die Partie, vergaben in den Sätzen zwei und drei allerdings 8:4- bzw. 7:5-Führungen und mussten sich noch unglücklich in 1:3-Sätzen zum 8:8-Endstand geschlagen geben.
Für den TVO fühlt sich das Unentschieden angesichts des Spielverlaufs zwar wie eine Niederlage an, andererseits bedeutet der Punktgewinn einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Oberhaugstetter liegen nun punktgleich mit dem Tabellenführer auf Rang zwei, haben aber gleichzeitig nur zwei Minuspunkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Spannung bleibt also auch weiterhin garantiert.

Ein überragender Hermann Schwenker blieb in beiden Einzeln ungeschlagen