VfL Sindelfingen II – TV Oberhaugstett I  9:4

Beide Teams traten ersatzgeschwächt an, wobei sich das Fehlen von Hermann Schwenker beim TVO als schwerwiegender herausstellen sollte.

In den ersten beiden Doppeln wurden erwartungsgemäß die Punkte geteilt. Harald Baitinger/Simon Schneckenburger unterlagen dem gegnerischen Spitzendoppel in 1:3-Sätzen, während Marcel Sezginer/Oliver Schaible klar in 3:0-Sätzen zum 1:1 ausgleichen konnten. Leider agierten Gerhard Volz/Stephan Springer etwas unglücklich und unterlagen in drei engen Sätzen, so dass der TVO mit einem ungewohnten 1:2-Rückstand in die Einzel ging.

Oliver Schaible ließ gegen die gegnerische Nummer eins eine 10:6-Führung im zweiten Satz ungenutzt, so dass er nach vier knappen Sätzen unterlegen war. Am Nebentisch zeigte TVO-Spitzenspieler Marcel Sezginer gegen den aktuell besten Spieler der Landesklasse eine tolle Leistung. Bei einer 2:1-Satzführung und 12:11 im vierten Satz hatte er Matchball, machte dann aber einen Aufschlagfehler und unterlag letztlich im Entscheidungssatz zum 1:4-Rückstand. Wenn’s schon nicht läuft, passiert auch noch so was, wie ärgerlich! Im mittleren Paarkreuz unterlag zunächst Gerhard Volz in vier Sätzen, bevor sich auch Harald Baitinger in einem umkämpften Spiel in 1:3-Sätzen geschlagen geben musste, was zu einem vorentscheidenden 1:6-Rückstand führte. Doch im hinteren Paarkreuz zweigte sich der TVO überlegen: Ersatzmann Simon Schneckenburger hatte in seinem Einzel keinerlei Probleme mit einem klaren 3:0-Sieg endlich den ersten Einzel-Zähler für den TVO zu holen. Sein Kontrahent war mit dem ungewohnten Antitop-Belag von Simon völlig überfordert. Nicht ganz so dominant, aber letztlich ebenfalls ungefährdet, konnte sich auch Stephan Springer in 3:1-Sätzen durchsetzen, wodurch er erstmals die magische 1.600 TTR-Punktemarke übersprang und der Vorsprung der Daimlerstädter auf 6:3 zusammengeschmolzen war.

Im Duell der Spitzenspieler vergab Marcel Sezginer bei 1:2-Satzrückstand einen Satzball zum 2:2-Satzausgleich und unterlag erneut unglücklich in 1:3-Sätzen. Seine starke Leistung an diesem Tag hätte definitiv mehr verdient gehabt. Auch Oliver Schaible hatte das Glück nicht auf seiner Seite und unterlag in vier engen Sätzen. Bei einem 3:8-Rückstand gelang Harald Baitinger ein sicherer 3:1-Sieg zum 4:8, doch bei Gerhard Volz war die Fehlerquote in seinem zweiten Einzel einfach zu hoch um seinen Gegner ernsthaft gefährden zu können. Somit stand die zu hoch ausgefallene 4:9-Niederlage bereits fest. Schade war dies vor allem deshalb, weil der TVO mit hoher Wahrscheinlichkeit die zwei noch ausstehenden Einzel im hinteren Paarkreuz gewonnen hätte und zudem noch ein starkes Schlussdoppel in der Hinterhand gehabt hätte. Mit nur einem Zähler mehr wäre ein Unentschieden also greifbar gewesen.

In der extrem ausgeglichenen Liga steht der TVO vor dem letzten Vorrundenspiel nun ,auf Rang drei. Den Tabellenersten und den Tabellenvorletzten trennen allerdings lediglich fünf Punkte. So schnell wie man mit einem guten Lauf an die Tabellenspitze gespült werden kann, so schnell kann man auch auf einen der vier Abstiegsplätze abrutschen.

Simon Schneckenburger konnte als Ersatzmann überzeugen