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13:48 - 13.12.2017

Zeltlager 2005 in Schönmünzach

Am Freitag, dem 05.08. hatten sich gegen 14:30 Uhr alle teilnehmenden Kinder und Betreuer vor der Turnhalle in Oberhaugstett eingefunden. Die Wettervorhersage für die kommenden drei Tage verhieß leider nichts Gutes. Dem zum Trotz wurden wir von strahlendem Sonnenschein empfangen. Kinder und Gepäck wurden auf die Fahrzeuge verteilt und nach einer starken halben Stunde Fahrzeit waren wir am Ziel in Schönmünzach angekommen.

Sofort machten wir uns ans Aufbauen der Zelte. Direkt neben dem Zeltplatz befindet sich eine Sporthalle, die wir während unseres Aufenthaltes gemietet hatten. Die Zelte waren schnell aufgebaut. Von Klein bis Groß legten alle für den nächtlichen Schlafplatz Hand an.

Gegen 17 Uhr gab es dann die erste kleine Stärkung. Kuchen und Muffins wurden unter den Kids verteilt. Außerdem gab es Säfte oder Mich bzw. Kaffee für die Betreuer. Frisch gestärkt war schon traditionell ein Kräftemessen auf dem angrenzenden Bolzplatz angesagt. Als die Energiespeicher wieder erschöpft waren, wurde zwei Stunden später das Abendessen serviert. Dies hatten wir verbunden mit einem Schnitzelweck-Wettessen. Allerdings vor dem Hintergrund, dass sich Petra und Corinna eine kleine Gemeinheit überlegt hatten. Für die erste Jugendmannschaft hatten sie vier gelbe Putz-Schwämme paniert, so dass diese äußerlich von einem wirklichen Schnitzelweck nicht zu unterscheiden waren. Wie gut ihnen dies gelungen war, zeigte sich daran, dass die Jungs doch relativ lange brauchten, und auch schon den einen oder andern Bissen heruntergeschluckt hatten, bevor die Täuschung aufflog.

Nach einer angemessenen Verdauungspause stand eine gute Stunde später noch ein lockerer Jogginglauf auf dem Programm. Nach einigen Dehnübungen ging es auf einen ca. 4 km langen Rundkurs, den Groß und Klein in Angriff nahmen.

Anschließend traten Corinna und Petra als Moderatoren von Herzblatt auf. Alle Kids standen im Laufe des Abends auf einer der beiden Seiten der Trennwand. Teilweise konnte man den einen oder anderen dabei von einer ganz anderen Seite kennen lernen. In jedem Fall bescherten die Fragen und Antworten den Teilnehmern und Zuschauern viel Spaß. Gegen 22 Uhr hatte es leicht zu regnen angefangen, doch das folgende Programm war ohnehin in der Halle geplant, so dass uns dies nicht stören sollte. Da der Abend noch jung war, ging es weiter mit Völkerball und Ball-über-die-Schnur, bevor die Kids bereits weit nach Mitternacht in die Zelte verschwanden und früher oder eher später noch die eine oder andere Stunde Schlaf genossen.

Am nächsten Morgen wurde gegen 9 Uhr gefrühstückt. Nach der morgendlichen Stärkung standen mehrere kleine Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm, bei denen sich die Kids messen konnten. Vor dem Essen ging es dann nochmals auf den Jogging-Rundkurs. Ganz ambitionierte absolvierten diesen sogar zweimal. Dann waren die Kräfte aber endgültig am Ende und das Mittagessen kam gerade recht.

Am Nachmittag hatten wir die für die Prüfung des Tischtennis-Sportabzeichens notwendigen Stationen vorbereitet. Geteilt in drei Gruppen absolvierte jeder die verschiedenen Übungen und alle hatten es dann auch geschafft, wobei der eine oder andere sicherlich ein besseres Ergebnis erwartet hatte, teilweise wurden die Erwartungen aber auch übertroffen.

Am Samstagnachmittag zeigte sich dann auch das Wetter wieder von seiner besseren Seite. Als die ersten Sonnenstrahlen herauskamen, entschwand ein Großteil der Teilnehmer in die nur wenige Meter entfernte Murg. Schließlich wollte man die Badesachen nicht umsonst mitgenommen haben. Nach einiger Zeit lockten dann aber doch wieder die wärmenden Handtücher, um die Heimreise nicht mit einer Erkältung antreten zu müssen.

Dafür konnten sich die Kids nun in weiteren Spielen auf der angrenzenden Wiese messen. Highlight war ein Staffelrennen, bei dem zunächst Gummistiefel, Taucherbrille, Schnorchel, Schwimmflügel, Mütze und Handschuhe angezogen werden mussten, und in dieser Verkleidung ein Wasserbecher auf der gegenüberliegenden Seite entleert werden sollte. Ein Tischtennisball-Eierlauf und Sackhüpfen, ebenfalls jeweils als Staffel ausgetragen, rundeten den Wettkampf ab.

Nach dem Abendessen ging das Programm in der Sporthalle weiter. Bei einem Ball-über-die-Schnur-Turnier konnten sich die kleineren und größeren Kids gleichermaßen einbringen. Da wir noch zahlreiche Preise in der Hinterhand hatten, diese aber nicht bei jedem unserer Spiele einzeln verteilen wollten, hatten wir uns kurzerhand zu einer Verlosung entschlossen. Nach dem Zufallsprinzip durfte sich jeder Teilnehmer früher oder später einen Preis und Süßigkeiten vom „Gabentisch“ nehmen. Beim anschließenden Spiel „Die Montagsmaler“ musste man den Künstlern und ihren Mannschaften wirklich ein großes Kompliment aussprechen. Die Begriffe wurden zum größten Teil sehr gut gezeichnet und dadurch auch überdurchschnittlich schnell erraten. Zum Ausklang wurde im Vereinsheim des gastgebenden Vereines noch Karten gespielt oder gewürfelt. Bis die letzten Nachtschwärmer in die Zelte krochen, war der Uhrzeiger bereits auf 5:30 Uhr vorgerückt.

Am nächsten Morgen dauerte es bei dem einen oder anderen dann erwartungsgemäß etwas länger, bis das Tageslicht erblickt war und der Weg zum Frühstückstisch geschafft war, es kam aber dennoch niemand zu kurz.

Anschließend wurden die Zelte abgebaut und zusammengepackt, und die Halle geputzt. Um keine größere Sauerei mehr zu machen, hatten wir wie in den vergangenen Jahren zum Abschluss noch Pizza bestellt. Ein schöner Zufall war zudem, dass kurz vor dem Essen noch eine alte Dampflok auf der Bahnlinie neben der Halle vorbeifuhr. Das Getöse war nicht zu überhören und die Umgebung wurde kurzfristig in schwarze Nebelschwaden gehüllt. Dafür feierten wir die Lokführer zu deren Freude mit einer perfekten „La Ola“. Zum Glück kam dann auch der ersehnte Pizza-Fahrer, so dass die hungrigen Mägen zum letzten Mal genährt werden konnten. Als schließlich die bestellten Eltern zur Rückreise in Schönmünzach eintrafen, wurden die Kids und deren Gepäck auf die Autos verteilt und unser diesjähriges Zeltlager ging zu Ende.

Leider war das Wetter im Vergleich zu unseren letzten beiden Aufenthalten in Schönmünzach etwas durchwachsen. Zum Glück hat es aber kaum geregnet, nur die Temperaturen hätten noch etwas wärmer sein können. Dennoch konnten wir uns wieder über ein gelungenes Zeltlager freuen. Die Mädels und Jungs haben sich trotz der relativ großen Altersspanne von 6 bis 17 Jahren sehr gut untereinander verstanden, selbst mit Hand angepackt und sogar bei der Organisation mitgeholfen. Bei so einer tollen Truppe macht es auch den Betreuern Spaß!!! Deshalb werden wir für nächstes Jahr ernsthaft in Erwägung ziehen, unser Zeltlager noch um einen Tag zu erweitern!