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13:48 - 13.12.2017

Vereinschronik


Die Jugend trug anfangs der 20er Jahre schon lange den Wunsch in sich einen Turnverein zu gründen, scheiterte aber nach zwei vergeblichen Versuchen einfach an den fehlenden Mitteln und Zuwendungen.


Erst als mit Jakob Roller (Ziegler) ein älterer Mitbürger für die Sache gewonnen war, der als Gemeinderat auch die Unterstützung der Gemeinde sicherte, konnte der langgehegte Wunsch in Erfüllung gehen.

1923

1. März 1923: Die Gründungsversammlung brachte dann folgendes Ergebnis:

  • 1. Vorsitzender:  Jakob Roller (Ziegler)
  • Schriftführer:  Johannes Proß
  • Kassier:  Johannes Proß
  • 1. Turnwart:  Jakob Roller jun.
  • 2. Turnwart:  Georg Essig

Der neugegründete Turnverein schloß sich dem Nagoldturngau an, gehörte somit zum Turnkreis Schwaben und wurde wie in der Vereinschronik mit Stolz vermerkt "ein Glied der Deutschen Turnerschaft".

Für die ersten Barren wurden die Pfosten in den Boden gegraben und die Barrenholme von Wagner Christian Rentschler (sen.) aus Eschenholz abgefertigt. Das Grundgestell für das Seitpferd zimmerte ebenfalls der Wagner.

Die Gemeinde hat den Verein in dieser Anfangszeit durch Beschaffung der notwendigsten Geräte unterstützt. Geturnrt wurde in der Scheune von Jakob Rau.
Ein erster Höhrepunkt im Leben des jungen Vereins war die Gauwanderung im Mai 1925, die Oberhaugstett zum Ziehl hatte. Ein langer Festzug bewegte sich damals durch das geschmückte Dörflein zum Turnplatz, wo vor einer großen Zuschauermenge Wettkämpfe und Spiele stattfanden.

1925

Im Herbst 1925 wurde mit dem Bau einer Turnhalle begonnen. Während einige der Vereinsmitglieder mit Ochsengespannen das Bauholz zur Baustelle schafften, machten sich andere an der Baustelle selbst nützlich.

1926

In der Nacht vom 17. und 18. Februar 1926 verwandelte ein Wirbelsturm die nahezu fertiggestellte Turnhalle in einen Trümmerhaufen. Man glaubt dem Schreiber der Vereinschronik gerne, wenn er davon berichtet, dass den Turnbrüdern, die am folgenden Morgen um die Trümmer herumstanden, die Tränen über das Gesicht gelaufen sind. Als aber das Wetter wieder besser wurde, hatte jeder wieder frischen Mut gefasst und so konnte die Turnhalle bereits im Frühjahr fertiggestellt werden.


Natürlich war die Ausstattung nicht so komfortabel wie heute, die Mittel für das Ausriegeln der Wände waren nicht vorhanden und so mußte eeine Holzverschalung von aussen genügen. Für den Fußboden wurde das Erdreich festgestampft und für das Reck eine mit Sägespänen ausgefüllte Grube geschaffen.


In den folgenden Jahren haben Oberhaugstetts Turner manchen Erfolg erringen können, es tauchten Namen auf wie Fr. Stepper, Chr. Wacker, F. Rothfuß, Chr. Rentschler, Christian Essig und Hans Walz.